GEK-Kernanwendung nebenbei auf C# portiert
Erfolgreiches Migrationsprojekt für 2.000 User parallel zu Kassenfusion und Einführung des Gesundheitsfonds
Rodgau, 23. September 2009. Das Beratungs- und Softwarehaus fecher gibt den erfolgreichen Abschluss eines Migrationsprojektes bei der Gemünder Ersatzkasse bekannt. Mit der hauseigenen Softwarelösung GEK-Client können sich die fast 2.000 Anwender zu jeder Zeit einen umfassenden Überblick über alle relevanten Informationen rund um ein Mitgliedsverhältnis verschaffen. Durch unaufschiebbare Projekte wie die Fusion mit der Hamburgischen Zimmererkasse und die Einführung des Gesundheitsfonds wäre die 2008 geplante und dringend notwendige Migration der SQL-Windows-Anwendung auf eine moderne .NET-Umgebung beinahe unter die Räder gekommen. Doch eine mehrstufige Vorgehensweise mit der toolbasierten Dienstleistung "The Porting Project" machte den Technologiewechsel schließlich möglich. Seit Mai 2009 läuft der GEK-Client im Routinebetrieb reibungslos unter .NET.
"Schon 2007 war uns klar, dass SQL Windows auf Dauer keine zuverlässige Basis für eine unternehmenskritische Anwendung mehr sein konnte", sagt Karl Lang, verantwortlicher Projektleiter im Bereich Qualität und Verfahren der IT-Abteilung der GEK. "Das ursprünglich von Gupta stammende Werkzeug war bereits mehrfach an fremde Unternehmen verkauft worden." Zudem drohten regelmäßige Totalabstürze die in den 90er-Jahren als interaktives Front-End zu den verschiedenen Mainframe-Anwendungen im Haus entstandene Software lahmzulegen.
Für den Auftrag an fecher war ausschlaggebend, dass eine manuelle Neucodierung fast dreimal teurer gekommen wäre als die von den Migrationsspezialisten angebotene toolbasierte Dienstleistung "The Porting Project". So fiel im Frühjahr 2008 die Entscheidung, den Code im Juli einzufrieren, bei fecher zu portieren und nach gemeinsamen Test- und Finalisierungsarbeiten zum Jahreswechsel 2009 damit produktiv zu gehen.Verzögerungen ergaben sich jedoch durch kurzfristig bekanntgewordene Vorgaben des Gesetzgebers zur Einführung des Gesundheitsfonds, die alle Entwicklerkapazitäten der Krankenkasse erforderten. Zeitgleich fusionierte die GEK noch mit der HZK, so dass die Konsolidierung zweier IT-Landschaften zu bewältigen war. So blieb nichts anderes übrig, als die erste Portierungsstufe komplett dem externen Dienstleister zu überlassen und das Ende der andauernden Programmierarbeiten abzuwarten. Erst im Frühjahr 2009 konnten Finalisierung und Pilotphase schließlich beginnen.
Nach einer Überarbeitung der Benutzeroberfläche, bei der eine Icon-Bibliothek im neuen Windows-Office-Stil integriert und die Bedienungsschritte oft genutzter Masken optimiert wurden, läuft die neue Lösung seit Anfang Mai stabil und mit guter Performance im Routinebetrieb. "Selten haben wir eine reibungslosere Migration erlebt", freut sich Lang. "Nach dem schwierigen Projektstart war das 'Go Live' wirklich ein Spaziergang".
"Wir sind stolz, dass wir die besonderen Herausforderungen dieses Projektes ganz im Sinne des Kunden meistern konnten", sagt Eberhard Fecher, Inhaber von fecher. "Neben der großen Professionalität des gesamten GEK-Projektteams hat hierzu entscheidend auch der hohe Automatisierungsgrad unserer Porting Factory beigetragen. Darin zahlt sich die Erfahrung aus weit über 100 portierten Anwendungen letztlich aus."